Eine Datenbank mit biometrischen Informationen von mehreren tausend Irakern

wird derzeit von den Mitgliedern der US-Truppen erstellt, wie die Zeitung USA Today berichtet. Man will so verdächtige Kämpfer und mögliche Mitglieder der Al Kaida aufzuspüren.

An den Kontrollpunkten, Arbeitsplätzen und solchen Orten, an denen vor kurzem ein Attentat stattgefunden hat, werden Personen angehalten und ihre Daten mit Hilfe von tragbaren Scannern aufgenommen. Die biometrischen Merkmale werden von den mitgeführten Laptops gespeichert und später der zentralen Datenbank der Armee hinzugefügt. Die Zeitung berichtet, in mehreren Stadtteilen Bagdads seien zudem Soldaten von Haus zu Haus gegangen, um auch die Gesichtsmerkmale der Anwohner zu sammeln.

Seit März seien 5.000 bis 10.000 Personen in Bagdad und Umgebung erfasst worden. Die Armee hofft auf diese Weise Terroristen aus Stadtteilen fernzuhalten oder diese zu identifizieren. Im Moment werden 200 Scanner eingesetzt. Im Laufe des Jahres soll deren Zahl auf 3.800 erhöht werden. Jeder einzelne Scanner könne bis zu 10.000 Datensätze auf dem Gerät abspeichern. Schon seit 2004 versuchen US Soldaten mit Hilfe der Biometrie den Kampf gegen den Terror zu gewinnen. In der Provinz Anbar hätten laut Thomas Frank von usatoday.com hunderttausende irakische Bürger Fingerabdruck- und Iris-Erkennungen akzeptieren müssen.
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