Kategoriearchive: Copyright or Copywrong

Mögliche Konsequenzen aus der gestrigen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung

Das, was das Bundesverfassungsgericht gestern vorläufig verbot – nämlich die Weitergabe von Vorratsdatenspeicherungsdaten zur Verfolgung von Bagatelldelikten – könnte potentiell Auswirkungen auf das Geschäft mit Filesharing-Abmahnungen haben.

telepolis

Karlsruher Urteil schützt Musikpiraten nicht

Auf den ersten Blick hat das Bundesverfassungsgericht zur Vorratsdatenspeicherung ein glasklares Urteil gesprochen. Auf den zweiten Blick ist es nicht mehr ganz so klar. Musikpiraten werden wohl auch in Zukunft vor Strafe nicht geschützt sein.

netzeitung 

Die Musikindustrie greift nach den Vorratsdaten

Was von vielen noch vor einiger Zeit belächelt wurde, ist nun eingetreten: Die Musikindustrie greift nach den durch die Vorratsdatenspeicherung zustande gekommenen Daten. Und lässt sich aus gutem Grunde nicht auf eine Bagatellklausel ein.

telepolis

Frankreich will Raubkopierern das Internet sperren

Neue Strategie der Musik- und Filmkonzerne: Internetprovider sollen überwachen, wer illegal Kopien zieht. Frankreich bekommt eine Behörde, die ertappten Copyright-Sündern das Netz abklemmt und der deutsche Bundesrat will Konzernen mit Späh-Protokollen aus der Vorratsspeicherung helfen.

spiegel

Vorratsdaten für Rechteinhaber sind „unerträglich“

Bundesbeauftragter für den Datenschutz kritisiert Pläne des Bundesrats

Peter Schaar, hält dies für eine „unerträgliche Verschärfung“ eines „schon äußerst problematischen Gesetzentwurfs“.

golem

Über Musik, Filesharing und die nahe Zukunft

Die zentrale und nicht wirklich an den Haaren herbeigezogene These von Ed Felten: Irgendwann in den kommenden zehn Jahren wird es mobile Geräte mit zweistelligem Preis geben, die sämtliche Musik speichern können, die in der Menschheitsgeschichte je aufgezeichnet wurde. Die Konsequenz: „Unendlicher Speicherplatz“, zumindest, was Musik angeht. Die Folgen?

gulli

Web-Machtkampf: Musiker triezen Plattenfirmen mit Kostenlos-Downloads

Radiohead, Nine Inch Nails und The Charlatans blasen zum Angriff: Mit kostenlosen Albumdownloads wollen sie die Knebelverträge der Musikindustrie sprengen, auf sich und ihre popindustriellen Belange aufmerksam machen. Ihre Plattform: das Internet.

spiegel

Radiohead : Überraschung über Piraterie des neuen Albums

Weil sie illegal Musik ins Internet gestellt hat, ist eine Amerikanerin zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Bisher waren die Angeklagten dagegen eher glimpflich davon gekommen.

netzeitung

Das Ende der Filesharing-Klagen?

Ende der Kundenkriminalisierung? Das behauptet ein Börsenmagazin, dem nun wenig Interesse an der Beschwörung anderer Werte als dem Shareholder Value unterstellt werden kann. Die Prognose: ein baldiges Ende der Filesharingklagen und ein Wechsel der Geschäftsmodelle. Die Motive: Klagen sind sinnlos, kosten nur Geld und vergraulen die Kunden.

gulli

Eine neue Studie soll zeigen, dass der ökonomische Nutzen von Urheberrechtsverletzungen mehr zur Wirtschaft beiträgt als das Urheberrecht selbst. Hat jemand sie gelesen?

Am 13. September [extern] verbreitete Googles Policy-Blog die Nachricht, dann wurde auch in Deutschland gejubelt: [extern] US-Bericht: „Fair Use“ ist profitabler als „Copyright“ hieß es und [extern] Studie: Massive Wirtschaftsförderung durch „Fair Use“.

telepolis

Von der rigorosen Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte und einem verschärften Patentschutz bei Arzneimitteln profitieren vor allem Pharmaunternehmen aus den reichen Industrienationen. Auf der Strecke bleiben dabei arme Patienten in den Entwicklungs- und Schwellenländern

telepolis

Deutschen Forschern blüht Zukunft mit Fax und Papierkopien

„Fit fürs digitale Zeitalter“, lobt Justizministerin Zypries – „Rückschritt“, wettern Forscher und Bibliothekare. Die jetzt verabschiedete Urheberrechtsreform dürfte den Zugang zu Fachliteratur schlagartig umständlicher machen und erheblich verteuern.

„Der Zugang zu Zeitschriftenartikeln verschlechtert sich“, sagte Wolfgang Zick, Leiter der Universitätsbibliothek der TU Berlin, im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. „Es wird teurer, unpraktikabler und langsamer.“ Die Reform des Urheberrechts sei verlagsfreundlich – wissenschaftsfreundlich hingegen nicht. Jürgen Bunzel von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sagte, das Gesetz erschwere Forschung und die Nutzung von Forschungsergebnissen in Deutschland, „da es die Nutzungsbedingungen verschärft und künstliche Barrieren aufbaut“.

Spiegel online

Mutter von minderjährigerjähriger „Raubkopiererin“ verklagt die Musikindustrie

2005 ging die Story um die Welt: Im US-Bundesstaat Oregon wurde ein damals achtjähriges Mädchen von der RIAA verdächtigt, illegale Filesharing-Netze benutzt zu haben. Was danach begann, war nicht nur für das Kind, sondern auch für ihre alleinerziehende Mutter ein Alptraum. Nun schlägt Tanya Anderson zurück: Sie verklagt die grossen Major-Labels, die RIAA und Safenet – und will Schadensersatz.

Der nervenaufreibende und kostenintensive Gerichtsprozess, der erst nach zwei Jahren mit der Einstellung des Verfahrens endete, war nicht das Einzige, weswegen die Mutter gegen die Musikindustrie vorgehen will. Laut Anderson hat die RIAA nicht nur sie und ihre Tochter, sondern auch ihren Stiefsohn und ihren Bekanntenkreis terrorisiert. Damit nicht genug: die RIAA rief sogar ihren Vermieter an, um Informationen über sie einzuholen

gulli news

Die Gratis-Kultur

Software-Entwickler und Hacker, Musik-Fans und Künstler, Juristen und Wissenschaftler machen mobil gegen das Urheberrecht. Eine globale Bewegung gegen das geistige Eigentum streitet für legale Tauschbörsen und offene Software-Quellcodes. Im Netz soll die Freiheit grenzenlos sein.

Spiegel online

Die Musikindustrie hat seit Jahresbeginn zahlreiche Internetuser wegen illegaler Musik-Downloads strafrechtlich verfolgt. Die Strafen waren teils drastisch.

Deutschlands Musikindustrie hat nach einem Zeitungsbericht seit Anfang dieses Jahres 25.000 Strafanzeigen gegen Internetnutzer erstattet, die sich illegal Musik heruntergeladen haben und diese im Netz anbieten. An den Musik-Genres lasse sich erkennen, dass ein Großteil der Tatverdächtigen Jugendliche seien, sagte Stefan Michalk, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft in Berlin, dem «Westfalen-Blatt».

Artikel in der Netzeitung

Die Süddeutsche Zeitung steht nicht gerade im Verdacht, ein linkes Kampfblatt zu sein. Um so erfreulicher, dass ein Thema den Sprung in die großen Printmedien geschafft hat, welches bislang allenfalls im Netz mit derart kontroversen Standpunkten diskutiert wurde. Nichts weniger als die Abschaffung des Copyrights fordert der Politikwissenschaftler Joost Smiers in der SZ.

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