Kategoriearchive: Gentechnik

Das US-Landwirtschaftsministerium hat schon einige Feldversuche mit genveränderten Pflanzen, die medizinische Wirkstoffe enthalten, zugelassen.

Bislang werden nur gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut, die als Nahrungsmittel für Menschen oder Tiere dienen. Die Bt-Sorten sollen Schädlinge abhalten, andere Sorten sollen eine höhere Herbizidtoleranz haben. Ob sie tatsächlich Vorteile bringen, ist umstritten (Genveränderte Pflanzen: ein Flop?). Die nächste Generation von genveränderten Pflanzen soll nicht höhere Erträge oder den Anbau unter ungünstigen Bedingungen ermöglichen, sondern medizinische Wirkstoffe oder industrielle Materialien liefern. Das kann, wie die amerikanische Union of Conmcerned Scientists (UCS) warnt, zu unübersehbaren Folgen führen, wenn es zu Vermischungen von Sorten für unterschiedliche Zwecke kommt, die aber völlig ununterscheidbar aussehen.

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Forscher schaffen erstmals komplette künstliche DNA

Einer Forschergruppe um den Biologen und Unternehmer Craig Venter ist es erstmals gelungen, das vollständige Erbgut eines Bakteriums künstlich herzustellen. Der nächste Schritt ist die Schaffung synthetischer Lebewesen – Kritiker warnen vor unabsehbaren Folgen.

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Projekt Übermensch

Robotik, Neuro-Implantate, Hirn-Enhancement, Gentechnik: Wohin führt das?

Zwang und Lust an Vervollkommnung der eigenen Person sind uralt, evolutionär zunächst dem Überleben dienend wurde Erkenntnis zum Kulturgut. Schon die frühen Werkzeuge erweiterten den allgemeinen Handlungsraum des Menschen. Interessant wurde es immer dann, wenn die Werkzeuge inkorporiert wurden, denn dann stand Integrität und Wesensnatur auf dem Spiel.

telepolis

Der Europäische Gerichtshof kippt endgültig das oberösterreichische Gentech-Anbauverbot

Jahrelang hatte das Bundesland Oberösterreich für ein Gentechnik-Verbotsgesetz gekämpft und war dafür durch alle Instanzen am Europäischen Gerichtshof gegangen. Letzte Woche entschied dieser zugunsten der EU-Kommission, die ein generelles Anbauverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen nicht billigen wollte. Die zahlreichen gentechnikfreien Regionen Europas verfolgten den Musterprozess sehr aufmerksam, zumal sie bis dato keine Rechtssicherheit haben. Das Urteil wurde deshalb nicht nur in Österreich enttäuscht aufgenommen. Der Spruch zeigt generell [extern] Lücken des EU-Rechtssystems, das bisher auf ungelöste Koexistenzfragen nur wenig eingegangen ist. Für Kritiker wird mit dem EuGH-Spruch einer „Zwangskontamination“ von Umwelt und Landwirtschaft mit GVO Vorschub geleistet.

telepolis

In Großbritannien wird nach einer öffentlichen Anhörung vermutlich erstmals die Herstellung von klonierten Embryonen aus tierischen Eizellen und menschlichen Körperzellen zur Gewinnung von Stammzellen genehmigt werden

Die britische Regierung hatte bereits im Mai dieses Jahres beschlossen, die Herstellung von Mensch-Tier-Embryonen zu ermöglichen und einen entsprechenden [extern] Gesetzesentwurf vorgelegt. Die öffentliche Anhörung ist jetzt abgeschlossen, die [extern] Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEA) hat nun deren [extern] Ergebnis vorgelegt. Danach haben über 60 Prozent der Menschen keine Probleme mit der Schaffung von hybriden Embryos aus menschlichen und tierischen Zellen für die Forschung, nur ein Viertel wendet sich dagegen.

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Britisches Innenministerium will Gendatenbank massiv ausbauen

Großbritannien hat schon die weltweit größte Gendatenbank, nun sollen nach den Wünschen der Regierung Genproben auch auf der Straße bei kleinen Vergehen genommen werden können

Schon länger hatten britische Polizisten gefordert, die DNA-Datenbank zu erweitern. Es wurden bereits [local] Wünsche laut, Genprofile von allen Menschen in Großbritannien abzunehmen und so auch den genetischen Fingerabdruck schon von Neugeborenen abzunehmen. ([local] Ein weiterer Schritt zu einer umfassenden nationalen Gendatenbank). Damit hat Großbritannien die [local] weltweit größte Datenbank. Jetzt [extern] denkt man im Innenministerium darüber nach, sie noch einmal drastisch zu erweitern.

Die Datenbank enthält um die 3,4 Millionen Datensätze, allein letztes Jahr [extern] kamen fast 550.000 neue Profile hinzu. Jede Minute wird das Genprofil eines weiteren Menschen in die Datenbank aufgenommen.

Nick Clegg, der innenpolitische Sprecher der Liberalen, kritisiert den schnellen Ausbau der Gendatenbank. Seiner Meinung nach werde der „Marsch in den Überwachungsstaat“ damit zu einem „überstürzten Rennen“, da man anscheinend die Genprofile von möglichst vielen Menschen, „unabhängig von Schuld oder Unschuld“, sammeln möchte.

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Durchwuchs von Genmais auf einem Versuchsfeld von Monsanto in Deutschland

Im Herbst wird die Bundesregierung eine Novelle zum Gentechnikgesetz verabschieden ([local] Seehofer auf Kompromisskurs beim Gentech-Gesetz). Von zentraler Bedeutung für den Erhalt gentechnikfreier Nahrungsmittel ist die Frage des Abstands. Derweil zeigen sich unvorhergesehene Probleme auf Gentechnikäckern. Beim Monsanto-Mais gab es jüngst „erheblichen Durchwuchs“.

Der Grüne Abgeordnete Johannes Remmel [extern] zitierte im Landtag aus einem Schreiben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ([local] Umpflügen statt Gen-Mais ernten?), in dem es heißt:


Erst mit jüngeren Untersuchungen wurde deutlich, dass und in welchem Ausmaß das Bt-Toxin über die Pflanze in höhere Nahrungskettenglieder gelangt. … Diese neuen und zusätzlichen Informationen … geben berechtigten Grund zu der Annahme, dass der Anbau von MON810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt.“ telepolis

Gentech-Mais, der ohne Wissen der Grundeigentümerin gesät wurde und ein weiteres, angeblich illegales Genmais-Feld beschäftigen derzeit Gerichte und Polizei

Die Eigentümerin eines Grundstückes im nördlichen Brandenburg erfuhr durch Zufall, dass auf ihrem Land Gen-Mais MON 810 (Monsanto hat es eilig) angebaut wird. Der Pächter hatte sie darüber nicht informiert. Jetzt vertritt Greenpeace die Interessen der Frau und klagt den Landwirt.

Telepolis-Artikel

Die neue EU-Verordnung zur Kennzeichnung von Bio-Lebensmitteln sorgt für Verwirrung

Die EU-Landwirtschaftsminister [extern] beschlossen am Dienstag eine neue EU-Verordnung zur Kennzeichnung von Bio-Lebensmitteln. Danach wird künftig der Grenzwert für Verunreinigungen durch gentechnische veränderte Organismen (GVO) auf 0,9 Prozent angehoben. Während dem Verbraucher bereits Böses schwant, betonen Politiker, dass die Verordnung keinesfalls ein Freibrief für Gentechnik in Bioware sei.

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1996 erhielt „Roundup Ready-Soja“ von Monsanto die Importzulassung für die EU und läutete damit auch bei uns die Ära der genetisch veränderten Lebensmittel ein

Während Rote Gentechnik (zu medizinischen Zwecken) und Weiße Gentechnik (mit Mikroben) mittlerweile Zustimmung finden, sinkt die Akzeptanz der Grünen Gentechnik zusehends. Mit hehren Versprechungen waren Labors und Agro-Unternehmen angetreten, die neue Züchtungsmethode zu etablieren und ihr gar den Nimbus eines omnipotenten Hoffnungsträgern zu geben. Gentechnisch veränderte (gv) Pflanzen sollten höhere Erträge ermöglichen und so den Hunger in der Welt lindern helfen. Sie sollten selbst Insektizide produzieren und so den Einsatz von Chemie in der Landwirtschaft verringern. Gv-Kartoffeln sollen die Medikamente gegen die Seuchen der Zukunft produzieren und patentierter gv-Reis Vitamin A enthalten um Mangelkrankheiten der Ärmsten vorzubeugen. Soviele Superlative machen skeptisch.

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Verwaltungsgericht Augsburg stärkt Eigentumsrechte eines Imkers

In der letzten Woche entschied das Verwaltungsgericht Augsburg im Fall eines Imkers, dessen Honig durch ein etwa 500 Meter entfernt stehendes Mon-810-Mais-Versuchsfeld verunreinigt worden war, dass der Betreiber des Versuchsfeld Sorge zu tragen hat, dass sein Handeln bei Dritten keine Schäden verursacht.

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… mit menschlichen Proteinen

In den USA könnte bald das erste kommerzielle Biopharming beginnen, Kritiker warnen vor unkontrollierbarer Ausbreitung

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