Kategoriearchive: Internet

Sitzt im Googleplex eine Sekte?

Jüngste Berichte über skurrile Details in der neuen Google-Niederlassung in Zürich und das soeben erschienene Sachbuch Die Google Falle eines österreichischen Multimedia-Journalisten haben der Google-Verschwörungstheorie erneut Aufwind gegeben: Sind wir, die ahnungslosen, mit Google recherchierenden Netzsurfer Opfer eines in der (Medien-)Geschichte einmaligen Gehirnwäsche- und Überwachungssystems? Oder ist das Geheimnis von Google doch, dass es keines gibt? Telepolis sprach mit Gerald Reischl, der neun Monate – teils Undercover – über Google (und sicherlich auch mit Google) recherchiert und das erste kritische Sachbuch über Google veröffentlicht hat.

telepolis

Suchmaschinen anonym nutzen

Ixquick hatte es schon vorgemacht, PrivacyFinder legt mit spannenden Features nach: Suchmaschinennutzung, ohne Logs, Such-Historys oder andere personenbezogene Daten zu hinterlassen. PrivacyFinder bietet ein Interface zu Google, Yahoo und einer Shopsuche, anonymisiert die Suchanfragen, erspart lästiges Cookie-Handling und gibt sogar eine Voransicht auf die Datenschutzpolitik gefundener Seiten.

gulli 

Linux-Wegbereiter Stallman über freie Software

Ohne Richard Stallman gäbe es Linux nicht. Seit 25 Jahren kämpft der US-Aktivist unter anderem gegen Bill Gates und fordert: Nehmt euer Leben selbst in die Hand.

taz 

Die EU-Kommission erlaubt Google, den Werbevermittler DoubleClick zu übernehmen. Nun entsteht eine Datenbank, die ihresgleichen sucht

Es ist eine Entscheidung mit Folgen für jedermann – sofern er im Internet surft. Die EU-Kommission erlaubt dem Suchmaschinenbetreiber Google, eine Firma namens DoubleClick zu übernehmen. Damit entsteht eine Datenbank, die weltweit ihresgleichen sucht. Sie setzt sich zusammen aus vielen Hundert Millionen Protokollen: Google und DoubleClick registrieren menschliches Verhalten im Internet und nutzen die Daten, um dort Geschäfte mit Werbung zu machen.

zeit 

US-Geheimdienste interessieren sich für Googles Daten

Was viele Jahre befürchtet wurde, könnte schon bald Wahrheit werden: US-Geheimdienste haben jetzt erstmals auch offiziell Interesse an Googles riesiger Datenbank bekundet. Die Geheimdienste möchte aber nicht etwa nur beschränkten Zugriff auf Konten verdächtiger Personen – Nein! – sie möchten einen kompletten Zugriff auf _ALLE_ Daten, ohne jede Ausnahme.
Wenn es nach dem Willen der Geheimdienste geht muss Google (und jeder andere große Internetdienstleister) alle eMails, Suchanfragen und verschickte Dateien weiterreichen und einer Prüfung unterziehen lassen – ganz egal von welcher Person.

googlewatch-blog

Australien plant Netzfilter

Australien will ab Mitte Januar Kinder und Jugendliche im Internet von Gewalt und Pornografie fernhalten. Wo die Regierung von Jugendschutz spricht, sehen Kritiker chinesische Methoden.

netzeitung

Der neue Leiter des UNO-Ausschusses zur Terrorismusbekämpfung Mike Smith nennt das Internet eine gefährliche Waffe von Militanten. Das Netz müsse deshalb besser kontrolliert werden – von Internet-Café-Betreibern zum Beispiel.

spiegel

Künstliche Intelligenz 2.0 beta

Bereits Anfang diesen Jahres hatte Google-Mitgründer Larry Page bei einem Vortrag vor Wissenschaftlern der American Association for the Advancement of Science [extern] erwähnt, dass man bei Google an „echter künstlicher Intelligenz“ arbeite. Laut Page sei die menschliche DNA zu einem 600 MByte großen Datensatz komprimierbar. Zudem seien menschliche Hirnalgorithmen nicht so kompliziert, dass man diese nicht mit hinreichender Rechnerkapazität nachmodellieren könne.

telepolis

Die Schaffung eines rundum besteuerten und zensierten Netzes

Internet-Benutzer würden nach dem Willen der Mächtigen bald unter chinesischen Zuständen surfen; das Netz soll von einer Bastion der freien Meinungsäußerung zu einem Panopticon werden

Kontrollfreaks weltweit haben dem freien Internet aus durchsichtigen Motiven den Krieg erklärt; wenn die globale Elite ihre Agenda durchsetzen kann, dann surfen wir bald unter chinesischen Zuständen.

Unter dem neuen Format welches Tony Blair und andere vorschlagen, wird die Funktion des Internets als ein Forum für politische Debatten, für Protest und freie Meinungsäußerung für uns im Westen enden.

In den vergangenen Monaten wurde das Internet in seiner jetzigen Form in den westlichen Ländern konstant dämonisiert, für tot erklärt und zu einem Überwachungssystem umfunktioniert

infokrieg.tv

Die erste Schlacht in den Kriegen der Zukunft geht um die Kontrolle des Cyberspace

Die US-Luftwaffe sieht den Cyberspace als Erweiterung des Luft- und Weltraums an und erklärt das Cyberkommando zur wichtigsten Streitkraft

Im Pentagon hat die Luftwaffe das Oberkommando zum Schutz des Cyberspace inne. Zu diesem Zweck ist man dabei, eine Abteilung für den Cyberspace einzurichten. Bislang ist dieses „Cyber Command“ allerdings erst vorläufig besetzt. Auf einer Tagung der US-Luftwaffe in Washington, an der auch Luftwaffenoffiziere aus Großbritannien und Singapur teilnahmen, wurde die Bedeutung des Cyberspace für das Militär und damit auch dessen militärische Kontrolle wieder einmal mit großen rhetorischen Formeln hervorgehoben. General Robert Elder, Kommandant der 8th Air Force, der das „Cyber Command“ zugeordnet ist, gab den Ton an: „Der Cyberspace wird zunehmend entscheidend und ist untrennbar von unserer nationalen Macht und unseren nationalen Interessen.“

telepolis

Das chinesische Zensursystem umfasst neben den klassischen Medien längst auch alle Bereiche des Internet.

Rückblickend erscheinen die Hoffnungen, die Menschenrechtler anfangs ins Internet setzten, recht naiv. Die neue Informationsfreiheit, so glaubte man, werde besonders den Menschen in den totalitären Ländern ungehinderten Zugang zu ansonsten durch die Zensur unterdrückten Nachrichten verschaffen.

netzeitung

Das Netz zieht sich zu

Im Kampf für Demokratie und Menschenrechte spielt das Internet eine Schlüsselrolle. Das wissen die autoritären Regierungen und zensieren immer stärker.

Das Internet wird nach Angaben von Reporter ohne Grenzen weltweit immer stärker zensiert. Repressive Regierungen erkennen zunehmend die Schlüsselrolle des Webs im Kampf für Demokratie und entwickeln ausgefeiltere Zensurmethoden, wie die Organisation am Dienstag zur Veröffentlichung der Rangliste der Pressefreiheit in Berlin erklärte.

sueddeutsche

Sie analysieren Wortschatz, Grammatik und sogar den Anschlag auf der Computertastatur. IT-Experten und Geheimdienste arbeiten an Überwachungsmethoden, gegen die die in Deutschland debattierte Online-Durchsuchung wie Laienwerk wirkt. Ihr Aufklärungsziel: das Dark Web der Terroristen.

spiegel online

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Die EU will das Unmögliche

Durch milliardenschwere Subventionen sollen Überwachungsprogramme mit „sozial akzeptablen Lösungen hinsichtlich Bürgerrechten und Privatsphäre“ entwickelt werden

Im neu eingerichteten „European Security Research and Innovation Forum“ (ESRIF) sollen Politiker, Beamte, Lobbyisten, Geschäftsleute und andere „Stakeholder“ Pläne diskutierten, die laut [extern] Skandalkommissar Günter Verheugen. „unsere Gesellschaften fundamental verändern“ können. [extern] Er und sein Kollege [local] Franco Frattini von der Berlusconi-Partei Forza Italia stellten das Forum am symbolträchtigen 11. September [extern] vor, während die potentiell [extern] Betroffenen draußen demonstrierten – allerdings nicht gegen ihre Überwachung.

telepolis

Um ein fremdes Land anzugreifen, müssen nicht unbedingt Flugzeuge, Raketen oder Panzer eingesetzt werden: Das kleine Estland erlebte in diesem Frühsommer den weltweit bisher schwersten Hacker-Angriff. Mehr als 20 Tage lang wurden Computer von Regierung und Banken mit Millionen sinnloser Anfragen bombardiert und lahmgelegt. Als Drahtzieher verdächtigten die Esten ihren Nachbarn Russland. Moskau liegt seit dem Denkmal-Streit in Tallinn mit der estnischen Regierung im Clinch.

Ins Fadenkreuz fremder „Cyber-Krieger“ sind aber auch längst westliche Mächte geraten. Chinesische Militärexperten sollen versucht haben, Regierungsrechner in Deutschland, USA und Großbritannien anzuzapfen. Der Verfassungsschutz versichert, die Attacke sei erfolgreich abgewehrt worden. Die Regierung ist dennoch alarmiert und hat am heutigen Mittwoch die Umsetzung eines nationalen IT-Schutzplans auf den Weg gebracht.

heise online

Hilft das amerikanische Justizministerium beim Ausbau eines Monopols?

Im letzten Oktober wurde Scott McCausland alias „sk0t“, der ehemalige Administrator der Trackersite EliteTorrents, zu 3000 US-Dollar Geldstrafe, 5 Monaten Haft, 5 Monaten Hausarrest und weiteren 3 Jahren „unter Beobachtung“ [extern] verurteilt. Nun kam heraus, was sich hinter der etwas kryptischen Formulierung für den letzten Teil der Strafe verbirgt: Er soll ein Programm installieren, das alle seine Internetverbindungen überwacht. Und weil nur eine ganz bestimmte Monitoring-Software akzeptiert wird, die ausschließlich auf Windows läuft, soll McCausland jetzt entweder sein Betriebssystem wechseln oder die nächsten Jahre jegliche Verbindung zum Internet unterlassen.

telepolis

Der chinesische Dissident und Blogger He Weihua ist von der Regierung in eine psychiatrische Klinik gesteckt worden.

Wie die Organisation Reporter ohne Grenzen berichtet, hat He auf der Webseite Boxun unter anderem den Anstieg der Schweinefleischpreise kritisiert. Außerdem hat er den Zusammenbruch der Kommunistischen Partei wegen Korruption prophezeit.

Bereits Ende 2004 war der Regimekritiker zwangseingewiesen worden. Im vergangenen Jahr wurde er beinahe von einem Motorrad überfahren. Dessen Fahrer forderte He auf, seine Netzaktivitäten zu beenden

chip online

Freilassung von chinesischem Internet-Autoren gefordert

In einer Petition haben rund 180 chinesische Intellektuelle, Aktivisten und Schriftsteller die Freilassung des am Freitag festgenommenen Bürgerrechtlers Lu Gengsong gefordert. Die Polizei teilte seiner Frau mit, dass der Autor vor allem wegen „Angriffen auf die Kommunistische Partei“ in seinen Artikeln festgenommen worden sei, wie die Menschenrechtsgruppe Chinese Human Rights Defenders (CHRD) am Montag berichtete. Damit werde der Vorwurf der „Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt“ begründet. Ferner wird ihm „illegaler Besitz von Staatsgeheimnissen“ unterstellt. Reporter ohne Grenzen hatte am Sonntag berichtet, der bekannte Dissident werde in Xihu Bezirksgefängnis nahe Hangzhou (Provinz Zhejiang) festgehalten. Lu Gengsong hatte Artikel auf chinakritischen Webseiten veröffentlicht und Appelle zur Verbesserung der Menschenrechtslage in China unter anderem an die Vereinten Nationen mitunterzeichnet.

heise online

Fenster zur Welt

Ein Gespräch mit Peter Weibel, der das Zentrum für Kunst und Medientechnologie leitet

„Das Internet ist der letzte und entscheidende Angriff auf den Nahsinn“ und führt trotzdem zu einer „verstärkten Ferngesellschaft und zwar in Echtzeit“, „gegen Bill Gates Microsoft und Co. waren die Pharaos Waisenknaben“ oder „die Zukunft sind definitiv offene Quellcode- und Archivsysteme“: Im Interview mit Robert Hauser spricht Peter Weibel, Medienkünstler und -theoretiker und Leiter des [extern] Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe, über Visionen und Leitbilder des Internet.

telepolis

Mit mehr als 10.000 Teilnehmern waren die Hackerkonferenzen «Black Hat» und «Defcon» in Las Vegas gut besucht. Manche Hacker sprachen von «beängstigenden Bedrohungen».

netzeitung

Friede, Freude und freie Eierkuchen-Rezepte

Während die Unterhaltungsindustrie zunehmend Kopierschutzmechanismen einsetzt und auf immer strengere Urheberrechtsregelungen drängt, hat sich längst eine Gegenbewegung gebildet. Die Creative-Commons-Initiative hat Lizenzierungsregeln entwickelt, die das in der Softwarewelt erfolgreiche Open-Source-Modell auf Texte, Bilder und Töne übertragen will – und die Menge an CC-lizenziertem Content wächst.

heise online