Kategoriearchive: Umwelt & Klima

[...]eine neue Diskussion macht weltweit Schlagzeilen, dass nämlich Kraftstoff aus nachwachsenden Rohstoffen zu Lebensmittelteuerung und Hungernöten führt – und das ist kaum weniger absurd. Diesesmal geht es weniger um Pflanzenöle, sondern um die Energiegewinnung aus Biomasse und das stets angeführte Horrobeispiel, dass dafür Regenwald gerodet und wertvolle Nahrungspflanzen verloren gingen. Dies mag an einigen Orten in Südamerika sogar zutreffen, wo Zuckerrohr auf gerodeten Waldflächen angebaut wird und statt zur Ernährung zur Gewinnung von Flüssigalkohol (Ethanol) verwendet wird. Dennoch existieren zum Beispiel in der EU nach wie vor diese Millionen Hektar stillgelegter, ungenutzter Landwirtschaftsflächen und es macht absolut und uneingeschränkt Sinn, diese auch zur Energieversorgung zu nutzen. Allerdings nur, wenn geeignete Pflanzen dafür verwendet werden – doch die heißen nicht Mais, Weizen oder Raps, die in der aktuellen Debatte permanent genannt werden Die mit Abstand beste Energiepflanze allerdings– die nebenbei auch noch hunderte anderer Produkte liefert – bleibt in dieser Debatte außen vor: es ist Hanf. Keine andere Pflanze liefert mehr Biomasse und d.h. mehr Energie pro Hektar.

Writersblog von Mathias Bröckers

Peak Oil

Revolutionärer Solarplan

Sogar die USA können unabhängig vom Öl werden: Wissenschaftler skizzieren erstmals in einem detaillierten Konzept, wie das Land bis 2050 mit Solarstrom versorgt werden kann – der Bau von Mega-Sonnenkraftwerken sei keineswegs unrealistisch.

spiegel 

Der britische Wissenschaftler John Anthony Allan beschäftigt sich mit der Frage, wieviel Wasser für die Produktion von Lebensmitteln und Konsumgütern verbraucht wird. Diese Menge nennt er „virtuelles Wasser“. In einer Tasse Kaffee stecken zum Beispiel 140 Liter „virtuelles Wasser“, wenn man den Wasserbedarf für Anbau der Pflanzen, Ernte, Verschiffung, Röstung und Verpackung errechne. Für einen Hamburger ergeben sich so sogar 2400 Liter Wasserverbrauch.

tageschau

Mehr als eine Milliarde Menschen hat keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser – häufig mit tödlichen Folgen. »Täglich sterben weltweit 5000 Kinder«, mahnt SPIEGEL ONLINE zum Welt-Wasser-Tag, der jährlich am 22. März auf die grundlegende Bedeutung des Wassers für die Menschheit aufmerksam machen soll: »Die Uno hatte es sich 2002 zum Ziel gesetzt, bis 2015 die Zahl der Menschen zu halbieren, denen ein Zugang zu sauberem Wasser fehlt. Experten halten dies aber schon jetzt nicht mehr für erreichbar.« Sie befürchten, es sei nur eine Frage der Zeit, bis um Wasser Kriege geführt werden.

die gesellschafter 

5000 kleine Kinder sterben jeden Tag weltweit, weil ihnen etwas fehlt, das hierzulande völlig selbstverständlich ist: sauberes Wasser und Toiletten. Mangelnde Hygiene fordert mehr Todesopfer als Aids. Zum heutigen Weltwassertag fordern Hilfsorganisationen eine bessere Versorgung.

Trotz jahrelanger Anstrengungen haben mehr als eine Milliarde Menschen weiter keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser – und über zwei Milliarden müssen ohne sanitäre Einrichtungen leben. „Täglich sterben 5000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen, weil sie und ihre Eltern nicht wissen, dass unsauberes Wasser krank macht und den Tod bedeuten kann“, teilte die Welthungerhilfe vergangene Woche mit.

stern

Sauberes Trinkwasser aus der Leitung ist in vielen Gegenden der Welt ein fast schon luxuriöses Gut. Hierzulande fließt es zwar reichlich, es ist aber immer stärker mit Schmutz und Rückständen von Arzneien belastet.

Die Vereinten Nationen haben eine bessere Wasserversorgung und mehr sanitäre Anlagen für Milliarden Bedürftige angemahnt. Vor dem Weltwassertag am Samstag berichtete das Kinderhilfswerk Unicef, dass weltweit 1,1 Milliarden Menschen ohne ausreichend sauberes Wasser auskommen müssen. Rund 2,6 Milliarden Menschen lebten zudem ohne oder mit zu wenigen Toiletten; das sind gut 40 Prozent der Weltbevölkerung.

Verschmutzung durch Arzneimittel

«Mehr als die Hälfte des Grundwassers und der Flüsse in Deutschland haben keine gute Qualität und können ohne aufwendige Reinigung nicht genutzt werden. Denn sie werden jährlich mit Arzneimittelrückständen und mehr als 500.000 Tonnen Schadstoffen belastet», klagte sie. Die Regierung interessiere sich weder für das wahre Ausmaß der Wasserverschmutzung, noch für die Verhinderung weiterer Schadstoffeinleitung in das Grundwasser.

netzeitung 

Abnehmender Golfstrom bewirkt Domino-Effekt

Ein Abschwächen des Golfstroms könnte einen Domino-Effekt auf Niederschläge, Wind und die Zugrichtung von Stürmen haben, warnten japanische Wissenschafter in einer aktuellen Studie. Der Einfluss des Atlantik-Golfstroms ist insbesondere mit Blick auf ein Szenario der Klimaforschung interessant, wonach das massive Einströmen kalten Wassers von auf Grönland schmelzenden Gletschern den wärmenden Einfluss des Golfstroms deutlich verringern würde.In diesem Fall würde Westeuropa womöglich eine Eiszeit drohen. Der Weltklimarat (IPCC) hatte im vergangenen Jahr vorausgesagt, dass der Golfstrom sich in diesem Jahrhundert wahrscheinlich abschwächen werde.

der.standard.at

Ausmaß und Geschwindigkeit der Zerstörung sind schwindelerregend: Die innerhalb der letzten fünf Monate vernichtete Fläche der „grünen Lunge der Erde“ entspricht der dreifachen Fläche des Saarlandes. Nie zuvor hat es eine solche Abholzungsrate gegeben – das beweisen Satellitenaufnahmen.

welt

Veränderungen auf der Sonnenoberfläche bringen den nächsten Klimawandel: Es wird für Jahrzehnte kälter auf der Erde

Dies teilte das Space and Science Research Center, (SSRC) in Orlando, Florida am 2.1.2008 mit. Es ist das weltweit führende Forschungsinstitut auf diesem Gebiet. Der Direktor des Forschungsinstituts, John Casey, bestätigte damit die jüngste Mitteilung der NASA, dass es historische und bedeutsame Veränderungen auf der Sonnenoberfläche gebe. Im Originaltext wird er so zitiert: „Dies wird nur ein Ergebnis haben – ein neuerlicher Klimawandel kommt, der unserem Planeten eine lang anhaltende Zeit tiefer Kälte bringen wird.“

nwo-fighter

Sturmfluten, Waldbrände, schwere Erdbeben: Noch nie gab es so viele Desaster wie im vergangenen Jahr – fast 1000 Naturkatastrophen hat ein Versicherungskonzern gezählt. Die angerichteten Schäden sind kaum zu beziffern.

spiegel online

Forscher warnen vor Öl- und Klima-Apokalypse

Flüchtlingsströme, Kriege, Hungersnöte: Neue Studien warnen vor geradezu apokalyptischen Folgen des Klimawandels und der Ausbeutung des Planeten. Fast drei Milliarden Menschen sind demnach von bewaffneten Konflikten bedroht, die Globalisierung weicht dem globalen Verteilungskampf.

spiegel

Die Astrophysiker, die die Sonnenaktivität erforschen, haben zwei Zyklustypen – den elfjährigen und den 200-jährigen – festgestellt. Beide Zyklustypen sind durch Änderungen des Radius und der strahlenden Oberfläche der Sonne bedingt. Nach den neuesten Angaben zu urteilen (nach Informationen des Chefs des Weltraumforschungslabors des Observatoriums Pulkowo, Chabibulla Abdusamatow), ist der Höchstpunkt der Erwärmung bereits überschritten worden, nun wird ziemlich schnell, schon zum Jahr 2012, eine spürbare Abkühlung eintreten. Die Tiefpunktphase der Sonnenaktivität, die mit einem deutlichen Temperaturrückgang einhergehen soll, ist gegen das Jahr 2041 zu erwarten. Das kühle Klima wird mindestens 50 bis 60 Jahre anhalten.

novosti

Nach Einschätzung der Umweltstiftung WWF ist in einem Drittel der Ostsee kein Leben mehr möglich.

Schuld seien die Agrarsubventionen, sagen die Umweltschützer. Rund ein Sechstel der Ostsee hat sich nach Einschätzung der WWF «in Todeszonen verwandelt». Wegen des Sauerstoffmangels sei auf einer Fläche von rund 70.000 Quadratkilometern kein Leben mehr möglich, sagte Jochen Lamp, Leiter des WWF-Ostseebüros in Stralsund, am Montag. Das entspricht der Größe Bayerns.

netzeitung

Mehr als 200 „tote Zonen“ gibt es schon und die Zone im Golf von Mexiko könnte sich auf über 20.000 Quadratkilometer ausweiten.

Wegen des extrem hohen Eintrags von Nährstoffen, meist aus der Landwirtschaft, wird der Sauerstoff fast vollständig aufgezehrt und fehlt den Meeresbewohnern zum Leben. Besonders bedrohlich entwickelt sich die Lage nun im Golf von Mexiko. Schuld sind riesige Mengen an Stickstoffen und Phosphaten, die über den Mississippi aus den USA in das Meer gelangen. Verantwortlich ist dafür auch die intensive Produktion von „Biosprit“ und die verstärkt nun die Armutsgefahr noch weiter, denn für viele Menschen stellen die Meere die Lebensgrundlage dar.

telepolis

 

Todeszone vor Oregon wird zum Normalfall

Vor der Westküste der USA hat sich erneut eine Todeszone ausgebreitet: Akuter Sauerstoffmangel hat alles Leben vernichtet oder vertrieben. Forscher glauben, dass solche Todeszonen eine Folge des Klimawandels sind – und künftig der Normalfall sein werden.

spiegel online

Die Kindersterblichkeit ist weltweit zu zwei Dritteln umweltbedingt. Das betonte die Vize-Generalsekretärin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Susanne Weber-Mosdorf, in Wien bei einer Konferenz zum Einfluss von Umweltfaktoren auf die Gesundheit von Kindern. „Insbesondere die Kinder leiden unter und sterben an umweltbedingten Krankheiten“, sagte Weber-Monsdorf. „Es sind immer die gleichen Faktoren, nämlich wasserbedingte Krankheiten, Innenraum- und Luftverschmutzung.“ Eine gesündere Umwelt könnte nach WHO-Schätzungen insgesamt jährlich rund 13 Millionen Menschen das Leben retten.

ntv

Zahllose Menschen könnten zum Hungern verdammt werden, wenn Industrienationen ihren Energiehunger verstärkt über Bioethanol decken

Wie unter den Befürwortern zur massiven Steigerung des Einsatzes von Bioethanol als Treibstoff bilden sich auch auf der Seite der Gegner sonderbare Allianzen. Während der brasilianische Sozialist Luiz Inácio Lula da Silva sich gemeinsam mit US-Präsident George Bush für den so genannten Biosprit stark macht, verurteilen vom kubanischen Staatschef Fidel Castro über den Chef des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns Nestlé bis zum Deutschen Brauer Bund den zunehmenden Einsatz von Nahrungsmitteln zur Herstellung von Bioethanol. Castro befürchtet, drei Milliarden Menschen könnten über die steigenden Preise für Grundnahrungsmittel verhungern und verdursten, damit in den Industrienationen die Motoren brummen. Der Nestlé-Chef sieht einen „Raubbau am kostbarsten Gut“, denn zur Herstellung von einem Liter Treibstoff aus Pflanzen seien 4560 Liter Wasser nötig.

Artikel hier

Die Preise für das Grundnahrungsmittel Mais sind in Mexiko stark gestiegen. Da in den USA immer mehr Bioalkohol als Treibstoff produziert wird, hungern nun viele Mexikaner

Es ist ein Lehrstück über den so genannten Freihandel. Mit dem Beitritt von Mexiko zum Freihandelsabkommen Nafta konnten viele Bauern nicht mehr mit dem hoch subventionierten Mais aus den USA konkurrieren. Deshalb geriet das Land immer mehr in die Nahrungsmittelabhängigkeit vom reichen Nachbarn. Da dort die Nachfrage nach dem Korn zur Produktion von Bioalkohol für Autos steigt, können viele Mexikaner das Grundnahrungsmittel zur Herstellung der Tortillas nun kaum noch bezahlen. Nach nur kurzer Amtszeit sieht sich der neue Präsident Felipe Calderón (1) erneut massiven Protesten ausgesetzt. Genutzt wird die Tortilla-Krise zur Propaganda für Gen-Mais.

Artikel bei telepolis